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Normungsroadmap Wasserstofftechnologien erhält Steuerungskreis

Zur strategischen Begleitung der Arbeiten an der Normungsroadmap Wasserstofftechnologien haben Vertreter:innen aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und der Zivilgesellschaft einen Steuerungskreis initiiert. Ziel ist es, durch eine abgestimmte Vorgehensweise für die technische Regelsetzung den Ausbau von Wasserstofftechnologien in Deutschland zu beschleunigen.

von | 08.08.23

Normung von H2-Technologien ist einer der größten Desiderate der Branche
© malp - stock.adobe.com

8. August 2023 | Zur strategischen Begleitung der Arbeiten an der Normungsroadmap Wasserstofftechnologien haben die beteiligten Stakeholder einen Steuerungskreis initiiert. Ziel ist, durch ein abgestimmtes Vorgehen bei der technische Regelsetzung den Ausbau von Wasserstofftechnologien in Deutschland zu beschleunigen.

Dr. Kirsten Westphal, Mitglied der Hauptgeschäftsführung des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW), wird den Steuerungskreis nach Angaben von DVGW und anderen Verbänden leiten. Die hier erarbeiteten Normen und Standards sollen Vertrauen für den Einsatz von Wasserstofftechnologien schaffen, die Investitionssicherheit erhöhen und zur Interoperabilität beitragen.

Der Steuerungskreis werde die Normungsroadmap dabei beratend unterstützen und primär Sicherheits- und Qualitätsaspekte sowie den Umwelt- und Verbraucherschutz berücksichtigen. Zudem soll er die inhaltliche und strategische Ausrichtung des Projekts vornehmen, Impulse für die Arbeiten in den Arbeitsgruppen setzen sowie priorisierte Normungs- und Standardisierungsprojekte empfehlen.

Initiiert wurde die Normungsroadmap Wasserstofftechnologien im April 2023.

Unterstützung durch Steuerungskreis

An der Normungsroadmap Wasserstofftechnologien sind folgende Akteuere beteiligt:

  • das Deutsche Institut für Normung e. V. (DIN)
  • die Deutsche Kommission Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik (DKE)
  • der Deutsche Verein des Gas- und Wasserfaches e.V. (DVGW)
  • der Verein für die Normung und Weiterentwicklung des Bahnwesens e. V. (NWB)
  • der Verband der Automobilindustrie (VDA)
  • der Verein Deutscher Ingenieure e. V. (VDI)
  • der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e. V. (VDMA).

Die Beteiligten erarbeiten einen strategischen Fahrplan für die zukünftige Wasserstoffnormung und wollen so den Ausbau der Wasserstoffwirtschaft und einer -qualitätsinfrastruktur unterstützen. Mit der Gründung des 26-köpfigen Steuerungskreises habe man nun einen wichtigen Schritt getan.

Erste Roadmap im Sommer 2024

Die Roadmap wird von insgesamt 39 Arbeitsgruppen erarbeitet, soll aber grundsätzlich allen Interessierten offenstehen. Eine erste Version der Roadmap werde man im Sommer 2024 veröffentlichen. Konkrete Umsetzungsprojekte wollen die Beteiligten indes schon vorher anstoßen, um auf erste Bedarfe zu reagieren.

Dr. Kirsten Westphal, Leiterin des Steuerungskreises: „Bei Klimaschutzlösungen müssen wir in Deutschland und weltweit schneller werden. Die Roadmap wird dabei helfen, Bedarfe zu identifizieren und konkrete Umsetzungsprojekte im Bereich der technischen Regelsetzung von Wasserstofftechnologien direkt zu initiieren.

 

Gemeinsam mit allen Stakeholdergruppen werden so technisch sichere und qualitativ hochwertige Wasserstofflösungen unterstützt.“

Zur Übersicht über die Mitglieder des Steuerkreises
(Quelle: DVGW/2023)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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