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TÜV Nord: EU-Regeln schaffen Investitionsanreize für Wasserstoffmarkt

TÜV Nord-Energieexperte Silvio Konrad äußert sich wohlwollend zu den neuen EU-Kriterien für grünen Wasserstoff. Die schleppend anlaufende Wasserstoffproduktion könne mit den Delegated Acts deutlich an Fahrt aufnehmen.

von | 22.03.23

22. März 2023 | TÜV Nord-Energieexperte Silvio Konrad äußert sich wohlwollend zu den neuen EU-Kriterien für grünen Wasserstoff. Die schleppend anlaufende Wasserstoffproduktion könne mit den Delegated Acts deutlich an Fahrt aufnehmen.

Die EU hat dazu im Februar Delegated Acts vorgelegt, die für die Praxis festlegen, wie Wasserstoff produziert werden muss, um als grün zu gelten. Die Zustimmung des europäischen Parlaments steht noch aus.

„Mit den klar definierten Rahmenbedingungen schafft die EU sinnvolle Investitionsanreize, um als First Mover in den Markt zu gehen“, sagt Silvio Konrad, Energieexperte der TÜV NORD GROUP.

Investitionsanreize für die Wasserstoffwirtschaft

Wer jetzt in Wasserstoffproduktionsanlagen investiere, profitiere davon, übergangsweise weniger strikten Kriterien zu unterliegen – sofern die betreffende Anlage vor 2028 ihren Betrieb aufnimmt. Voraussetzung sei, dass der Entwurf wie geplant in Kraft trete.

„Solche kurzfristigen Anreize sind aus meiner Sicht absolut notwendig, um den aktuell noch eher schleppenden Start in die Wasserstoff-Zukunft zu schaffen“, betont Konrad in der aktuellen Folge des Podcasts „Energieschub“.

Schub für Ausbau erneuerbarer Energien

Die Delegated Acts schüfen zudem bessere Voraussetzungen, um die Ausbauziele für Erneuerbare Energien zu realisieren.

Der Grund: Als wesentliche Kriterien für die Bezeichnung von Wasserstoff als „grün“ nennt der EU-Entwurf den Bau zusätzlicher Anlagen wie Windturbinen oder Photovoltaik für die Wasserstofferzeugung. Außerdem müssen sich diese in geographischer Nähe zum Elektrolyseur befinden.

„Fakt ist und das bleibt, dass wir in Deutschland und Europa vor allem mit Blick auf internationale Märkte immer noch deutlicher an Geschwindigkeit zulegen müssen, um nicht in wenigen Jahren abgehängt und vor allem nicht wieder massiv abhängig von Dritten in unserer Energieversorgung zu sein“, sagt Silvio Konrad.

 

„Mit den Delegated Acts werden die Rahmenbedingungen jetzt klar definiert. Wenn das europäische Parlament Anfang April zustimmt, werden wir in einigen Monaten sehen, ob die neue Rechtssicherheit den Markthochlauf der Wasserstoffwirtschaft in der EU tatsächlich deutlich beschleunigt.“

Zum TÜV Nord Podcast „Energieschub“

 

(Quelle: TÜV Nord/2023)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

Silvio Konrad Geschäftsführer, TÜV NORD Systems GmbH & Co. KG (Quelle: TÜV Nord)

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