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Land NRW richtet Leitstelle für Wasserstoffwirtschaft ein

Das Bundesland Nordrhein-Westfalen will in der neuen „Leistelle H2.NRW" sämtliche Akteurinnen und Akteure der Wasserstoffwirtschaft zusammenbringen. Dazu zählen Unternehmen, Kommunen, Infrastrukturbetreiber, Mobilitätsanbieter, Wasserstoffproduzenten und viele andere. Laut einer im Auftrag des NRW-Wirtschaftsministeriums durchgeführten Studie könnten durch den Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft bis zu 130.000 neue Arbeitsplätze im ehemals von Kohle und Schwerindustrie geprägten Bundesland entstehen.

von | 18.01.24

Die neue Leitstelle H2-NRW wird wie
© 652234/pixabay
NRW

18. Januar 2024 | Das Bundesland Nordrhein-Westfalen will in der neuen „Leistelle H2.NRW“ sämtliche Akteurinnen und Akteure der Wasserstoffwirtschaft zusammenbringen. Dazu zählen Unternehmen, Kommunen, Infrastrukturbetreiber, Mobilitätsanbieter, Wasserstoffproduzenten und viele andere. Laut einer im Auftrag des NRW-Wirtschaftsministeriums durchgeführten Studie könnten durch den Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft bis zu 130.000 neue Arbeitsplätze im ehemals von Kohle und Schwerindustrie geprägten Bundesland entstehen.

Die Aufgaben der bei der ebenfalls landesfinanzierten Gesellschaft NRW.Energy4Climate angesiedelten Leitstelle lassen sich unter drei Punkten zusammenfassen:

  • Interessierte vernetzen
  • über neue Entwicklungen, Projekte und Veranstaltungen informieren
  • Praxisbeispiele, Publikationen und Hintergrundinformationen bereitstellen

Energie- und Wirtschaftsministerin Mona Neubaur betonte in einer Pressemitteilung vom 16.01., NRW könne „die erste klimaneutrale Industrieregion Europas werden“. Eine Voraussetzung dafür sei grüner Wasserstoff, zu dessen Markthochlauf die neue Leitstelle einen „wichtigen Beitrag“ leiste:

„Mit der neuen Leitstelle helfen wir den Akteurinnen und Akteuren, die richtige Ansprechperson oder das richtige Förderprogramm für ihr Vorhaben zu finden. Zudem unterstützen wir beim Matchmaking von Unternehmen, beim Aufbau internationaler Wasserstoffkooperationen und bei der Initiierung von Projekten.“

Wasserstoff könnte bis zu 130.000 neue Arbeitsplätze generieren

Die schwarz-grüne Landesregierung von Nordrhein-Westfalen betrachtet Wasserstoff als wichtigen Bestandteil der Dekarbonisierung. Ministerpräsident Hendrik Wüst war schon mehrfach an Terminen rund um den Energieträger beteiligt, etwa bei der Einweihung der Wasserstoff-Trainingsstrecke der OGE im August 2023 oder den Gesprächen zu einer grenzüberschreitenden Wasserstoffinfrastruktur mit Vertretern der Niederlande im November 2023.

Nach Angaben Landeswirtschafts- und Energieministeriums ließen sich ein Viertel der aktuellen CO2-Emissionen NRWs „allein durch Wasserstoff“ einsparen. Darüber hinaus betont das Ministerium die „immense[n] wirtschaftliche[n] Potenziale“: Laut einer im Auftrag des Wirtschaftsministeriums erstellten Studie könnten durch den Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft bis zu 130.000 neue Arbeitsplätze und zusätzliche Wertschöpfung in Nordrhein-Westfalen entstehen.

Die Leitstelle H2.NRW wird personell vor allem durch die 2021 gegründete Landesgesellschaft NRW.Energy4Climate unter der Leitung von Samir Khayat betreut. Weitere Informationen erhalten Sie auf der offiziellen Website.

 

(Quelle: Land NRW/2024)

Bildquelle, falls nicht im Bild oben angegeben:

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